Klasse 8 besucht das Wasserwerk in Reilingen (13.10.26)

Wie kommt das Wasser eigentlich aus dem Boden bis zu unserem Wasserhahn? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 der Schule am Kraichbach bei einer Besichtigung des Wasserwerks in Reilingen nach.

Organisiert wurde der Besuch von Martin Kunert von den Stadtwerken Hockenheim, der die Klasse auch persönlich begleitete. Vor Ort führte Wasserwerksmeister Herr Wünsche die Jugendlichen durch die Anlage und erklärte anschaulich, wie die Wasserversorgung funktioniert.

Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass das Grundwasser aus insgesamt sieben Brunnen im Wald zum Wasserwerk gepumpt wird. Dort durchläuft es große Filteranlagen, die mit verschiedenen Sandschichten gefüllt sind. Auf diese Weise werden unter anderem Eisen und Mangan aus dem Wasser entfernt.

Besonders beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler vom riesigen Reinwasserbehälter. Der Anblick erinnerte an ein großes Schwimmbecken, in dem sich gewaltige Mengen an bereits aufbereitetem Trinkwasser sammeln. Die Jugendlichen staunten darüber, wie viel Wasser dort gespeichert wird, bevor es in die umliegenden Gemeinden weitergeleitet wird. Für viele war dies der eindrucksvollste Moment der Besichtigung.

Auch die Qualität des Trinkwassers beschäftigte die Jugendlichen. Schülerin Christina wollte wissen, ob das Wasser möglicherweise verschmutzt sei und ob man es bedenkenlos trinken könne. Herr Wünsche erklärte, dass das Trinkwasser eine hervorragende Qualität aufweise und alle zehn Tage kontrolliert werde. Die gesetzlichen Grenzwerte würden dabei deutlich unterschritten. So liege beispielsweise der Nitratgehalt laut Wünsche bei lediglich etwa 2 Milligramm pro Liter – bei einem gesetzlichen Grenzwert von 50 Milligramm.

Interessant war auch die Frage, wie die großen Filteranlagen gereinigt werden. Herr Wünsche erklärte, dass die Filter regelmäßig rückgespült werden. Dabei wird Wasser in umgekehrter Richtung durch die Filter geleitet, sodass sich die angesammelten Rückstände lösen. Das Spülwasser gelangt anschließend in ein Absetzbecken, in dem sich der eisen- und manganhaltige Schlamm am Boden sammelt. Auch dieses Becken konnten die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss der Führung besichtigen.

Darüber hinaus erfuhren die Jugendlichen, dass Hockenheim rund 53 Prozent des bereitgestellten Wassers erhält, während die übrige Menge auf drei weitere Gemeinden verteilt wird. Auch für einen möglichen Stromausfall ist das Wasserwerk vorbereitet: Ein Notstromaggregat soll die Wasserversorgung in einem solchen Fall absichern.

Der Besuch bot den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, die verschiedenen Schritte der Trinkwassergewinnung und -aufbereitung unmittelbar kennenzulernen. Besonders die riesigen Wassermengen machten deutlich, welcher Aufwand hinter der täglichen Versorgung der Haushalte mit sauberem Trinkwasser steckt.

Ein herzlicher Dank gilt Herrn Wünsche für die informative Führung sowie Herrn Kunert von den Stadtwerken Hockenheim für die Organisation und Begleitung des Besuchs. (Ve)